THEATER IM LENDBRÄUKELLER
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DIE ERÖFFNUNG JUGEND OHNE GOTT ÖDÖN VON HORVATH
FREILICHTSPIELE
02. JULI 2004

OPFER UND TÄTER, NEID, VERRAT, LÜGE

Wenn ganze Generationen, irregeleitet und verblendet, nicht mehr denken, nicht wissen was sie schreiben und nicht verstehen was sie lesen, nicht wissen was sie tun.
Opfer und Täter, verhaltenes Verhalten, Neid, Verrat und Lüge.
Und wenn man als Einäugiger unter den Blinden nicht König ist, sondern Knecht, wenn Kolben und Riemen einen zu ersticken drohen und die Kälte ihre Schatten wirft.
Wenn man sich in Ratlosigkeit und Verzweiflung hüllt und sicher der Ohnmacht ergibt.
Wenn alle Stricke reißen, hält der Galgen?
Das Rad dreht sich, die Orte wechseln, doch das Muster bleibt das gleiche.
Es wiederholt sich

Erstes Wort – erste Regie – erste Szene – Licht und Musik. Belebtes Spiel – gespieltes Leben.

Der Wahnsinn treibt die Kunst an Ihre Grenzen. Hier und jetzt, mit „Jugend ohne Gott“ und mit allem anderen in Schwaz werden „beiläufig“ alle Ketten gesprengt und jegliche Grenzen überschritten. Wie immer in Schwaz treibt Genie und Wahnsinn gemeinsam sein Unwesen.

Ich danke für mein erstes Vorwort, meine erste Regie, meine erste Szene- „mein Licht“ und „meine Musik“.

Ich danke denen, die belebt spielen und dem Genie, das Beiläufig vertraut. Mein Wahnsinn hat seine Wurzeln hier: in Schwaz!

Regisseur Michel Heil

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ÜBERRASCHEN UND NEUES PROBIEREN

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ oder „Wer hoh steigt, der fällt tief“. Wie auch immer, was auch immer geredet, gedacht oder herum philosophiert wird. Eines ist klar: Die Schwazer Freilichtspiele tragen den selben Stempel, der uns von Beginn an geprägt hat: Risiko – Mut – und keine Angst etwas neues zu probieren.
Ödön von Horvath`s Roman „Jugend ohne Gott“ ist und bleibt ein Roman. Das hat auch seinen Grund. Denn bei einem Prosatext spielt das Stück im Kopf des Lesers, beim Theater aber auf der Bühne. Dennoch hat die Idee, diesen Klassiker zu dramatisieren und die Vorstellung, ihn als Theaterstück vor der Schwazer Pfarrkirche „ur- aufzuführen“ etwas Verführerisches. Und wenn das eine Idee ist, dann sollt`s ja nicht dabei bleiben. Gesagt getan. Dennoch. Der Roman ist eben Roman. Das Stück – das Stück. Der Horvath – der Horvath. Und der Plattner – naja eben der Plattner. Wichtig ist: Zu überraschen, Neues zu probieren und nicht stehen zu bleiben. Denn Stillstand ist Verwesung.
Aber das alles wäre nur Papier, gäbe es nicht unzählige Schauspieler, Bühnenbildner, Techniker, Maske, Ton, Kostüme und vor allem Regisseur Michel Heil. Ein Theaterverrückter wie wir alle. Und wäre er nicht verrückt,
wäre es nicht seine erste Regiearbeit. Kein langsames Aufbauen. Kein vorsichtiges Herantasten und keine Überlegungen. Tun, machen und der Sprung ins kalte Wasser. Das zeichnet ihn und seine Truppe, sprich uns, aus. Und das sieht und spürt man.
Denn: Ein gemachtes Nest ist immer warn, aber wohlfühlen kann man sich doch nur im Eigenen.

Der Kraftakt ist gelungen. Danke!

Markus Plattner
Autor und künstlerischer Leiter

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ZUR AUFFÜHRUNG

REGIE Michel Heil DARSTELLER  
REGIEASSISTENZ Tina Winkler
Laurent Heil
Lehrer Johannes Nikolussi
Schüler Z Hannes Holzer
KOSTÜME Silvia Fritz Schüler N Christian Unterberger
MASKE Rudi Sieb Schüler T Erich Warasin
SOUNDDESIGN Mike Moll Schüler B Matthias Steinlechner
REQUISITEN Erich Warasin
Tina Winkler
Schüler F Rene Rebeiz
Schüler R Florian Turbila
PRODUKTIONSLEITUNG Matthias Hussl Richter Matthias Hussl
    Emma Gertraud Lamprecht
    Direktorin Sylvia Huber
    Mutter Z Elisabeth Treichl
    Mutter T Sylvia Tschörner
    Cäsar Herwig Warasin
    Eva Simone Pischl
    Feldwebel Leopold Flöck
    Offizier 1 Florian Springer
    Offizier 2 Peter Winkler
    Nelly Anja Pölzl
    Vater N Sepp Kirchner
 
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